An der diesjährigen Schweizermeisterschaft bin ich in zwei Kategorien gestartet:
Einer Elite Frauen: Dieses Jahr stand für mich der Übertritt in die Elitekategorie statt. Leider konnte ich meine Erwartungen (Finalteilnahme) nicht erflüllen und musste bereits im Vorlauf die anderen Boote ziehen lassen und mich mit dem 5. Rang zufrieden geben. Um im Finalrennen teilzunehmen hätte ich jedoch min. Dritte werden müssen. Somit war die SM im Einer bereits zu Ende. Anfangs ziemlich enttäuscht musste ich aber einsehen, dass wohl dieses Jahr alles (LAP, U23WM-Quali, SM) zuviel war und mich am Ende alle Kräfte verlassen hatten. Ok, auch die Motivation war nach der verpassen WM-Quali (eine Woche zuvor) etwas verloren geganen. Insgesamt eine Saison zum abhaken und vergessen.
Zweier ohne Steuerfrau: Das ist eine lustige Geschichte! Bis anhin habe ich immer behauptet Riemenrudern sei nur eine Sache für Männer und viel zu grob für Frauen. "Ich setz mich bestimmt nicht in so ein Boot" habe ich noch zu Beginn der Saison zu meinem Trainer gesagt. Aber es kam anders. Zwei Wochen vor der SM haben Andrea und ich an einer Regatta darüber "gewitzelt" wir könnten doch an der SM den 2- fahren. Aus dem "Spass" wurde "Ernst", als unser Trainer uns tatsächlich angemeldet hatte... da gabs kein Zurück mehr! Schon das erste Training war erstaunlich gut. Es hat mir sehr spass gemacht und ich muss zugeben es ist wirklich schön dieses Boot zu rudern. Als wir dann mit 5 Trainings an der Startlinie standen wurde uns doch ein bischen mulmig. Wir waren zuvor nie ein Rennen gefahren und es wird nicht umsonst als schwierigstes Boot definiert... Der Start war nicht wirklich überzeugend, aber wir konnten uns gleich an zweiter Stelle etablieren und dieses bis ins Ziel halten. Diese Silbermedaille ist zwar nicht besonders viel Wert, weil das Niveau in der Schweiz nicht so hoch ist, aber damit gerechnet hatten wir auch nicht. Ausserdem war es toll mal was Neues auszuprobieren... Nun hoffe ich darauf auch in Australien ab und zu in ein Riemenboot steigen zu können und diese Technik besser zu erlernen.